Auf dem Bild (v.l.n.r.): Gastredner und Pfarrer im Ruhestand Gerhard Sammet, RCDS-Mitglied Niklas Faubel, JU-Kreischef Mathias Steitz, JU-Schatzmeisterin Theresa Steinbrück und JU-Mitglied Victoria Hülfenhaus.
Am Donnerstag (08.11.2018) kam die Junge Union (JU) Ilm-Kreis im Ilmenauer Ratskeller zu einem Themenstammtisch zusammen. Anlass war der 100-jährige Gründungstag der Weimarer Republik. Gastredner und Pfarrer a. D. Gerhard Sammet referierte zum Hauptthema „Demokratie“.

15 Mitglieder und Interessierte waren zu dem Stammtisch gekommen. Der 09. November als „Schicksalstag der Deutschen“ steht nicht nur im Sinne des 100. Jahrestags der ersten parlamentarischen Demokratie in Deutschland, die mit der NS-Machtergreifung infolge der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler endete, sondern er steht zugleich für 80 Jahre Reichsprogromnacht und 29 Jahre Mauerfall. Anlass genug, um sich mit Demokratie zu beschäftigen, wie JU-Kreisvorsitzender Mathias Steitz meint.

„Demokratie heißt, dass Macht und Regierung vom Volk ausgeht. Eigentlich ist das glasklar, aber heutzutage schadet es nicht, dies all den Zweiflern und Kritikern auch zweimal zu sagen.“, so Steitz. „Die Weimarer Republik ist an zu wenigen Demokraten und dem Aufstieg der Nationalsozialisten gescheitert. Wir nehmen den Untergang zum Anlass, die Demokratie durch unser ehrenamtliches, politisches Engagement zu erhalten und zu wahren.“

Pfarrer Sammet, der 1940 im Sudetenland geboren und später samt Familie nach Arnstadt gezogen ist, verpasste es nicht, ausführlich über die deutsche Demokratie „als beste aller Herrschaftsformen“ zu berichten. Gegenüber der parlamentarischen Demokratie sei ihm die direkte etwas unlieber, kann aber gern in eindeutigen, verständlichen Sachfragen unterstützend wirken. Sie habe sich profiliert. Auch Gewaltenteilung, Parteien und freies Wahlrecht standen als Themen auf der Tagesordnung.

Die Junge Union machte zum Schluss der Veranstaltung unmissverständlich klar, dass sie zum Teil Patrioten seien. Patriotismus ist laut der CDU-Jugend „Liebe zum Vaterland, so wie auch andere Staatsbürger ihr Land lieben“. Der klare Unterschied zum Nationalismus besteht darin, sein Land nicht als „Bestes“ zu definieren, sondern friedlich und auf Augenhöhe mit anderen Ländern zu leben. „Stolz kann man in Deutschland auf einige Dinge sein.“, so Steitz abschließend.

Die JU Ilm-Kreis ist ein Verband aus knapp 100 Mitgliedern zwischen 14 und 35 Jahren und definiert sich als liberale, konservative und fortschrittliche Organisation. Größter Wert ist für die JU die Freiheit.

« Neuer Webauftritt Kreisparteitag der CDU Ilm-Kreis »